Working Paper #2 »Why so many windows?« auf Deutsch erschienen

Foto: Ausschnitt des Covers des Working Paper 2. Grafische Gestaltung: Francis Hunger.

Im Rahmen des Publikationsformats der Working Paper erscheint der zweite Titel »„Why so many windows?“– Wie die Bilddatensammlung ImageNet die automatisierte Bilderkennung historischer Bilder beeinflusst« von Francis Hunger (HMKV HartwareMedienKunstVerein). Eine englischsprachige Version ist aktuell in Arbeit.

Abstract:
Im Feld der automatisierten Bilderkennung, der sogenannten Computer Vision, beziehungsweise Künstlichen ‚Intelligenz‘, hat die Bilddatensammlung ImageNet eine zentrale Rolle als Trainingsdatensatz inne. Für das Forschungsprojekt »Training The Archive«, welches Methoden der Digital Humanities für das Kuratieren von Kunst verfügbar machen soll, wird erörtert, in welchem Maße ImageNet den Software-Prototypen »The Curator’s Machine« beeinflusst. »The Curator’s Machine« soll Zusammenhänge und Verbindungen zwischen Kunstwerken für Kurator*innen erschließen. Es ist bekannt, dass die Trainingsdatensätze ‚neuronaler‘ Netze für Verzerrungen (Bias) in den Ergebnissen sorgen. Wie das in zeitgenössischen Bilderwelten verankterte ImageNet auf zeitgenössische und historischer Kunstwerke einwirkt, erläutert der Text, indem er 1.) die Abwesenheit der Klassifikation ‚Kunst‘ in ImageNet untersucht, 2.) die fehlende Historizität von ImageNet hinterfragt und 3.) das Verhältnis von Textur und Umriss in automatisierter Bilderkennung mit ImageNet diskutiert. Diese Untersuchung ist wichtig für die genealogische, kunsthistorische und programmiertechnische Verwendung von ImageNet in den Feldern des Kuratierens, der Kunstgeschichte, der Kunstwissenschaften und der Digital Humanities.

Zur Veröffentlichung des Papers (deutsch) geht es hier:
DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.4742621

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»Training the Archive« (2020–2023) ist ein Forschungsprojekt, das die Möglichkeiten und Risiken von KI in Bezug auf die automatisierte Strukturierung von musealen Sammlungsdaten zur Unterstützung der kuratorischen Praxis und der künstlerischen Produktion auslotet.

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